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Ostermarsch und Osterspaziergang in Mannheim

Die Welt muss Friedensfähig werden, nicht Kriegstüchtig. Das Friedensbündnis möchte mit dem alljährlichen Ostermarsch ein Zeichen setzen für Menschlichkeit und gegen Gewalt. Nur mit Menschlichkeit und Solidarität können Gesellschaften zukunftsfähig werden.

Der Ostermarsch startete am Karsamstag um 13 Uhr auf dem Alten Messplatz mit der Auftaktkundgebung und der Eröffnungsrede von Hedwig Sauer-Gürth (Friedensbündnis) sowie Reden von Klaus Waiditschka (Friedensbündnis und Friedenssteuer) und Maximilian Heßlein (Wirtschafts- und Sozialpfarrer bei KDA). Im Anschluss zogen die Menschen friedlich in die Innenstadt und versammelten sich auf dem Paradeplatz, um der Rede von Franz Alt zum Thema „Umwelt – Klima – Militär“ zu lauschen. Der Ostermarsch führte im weiteren Verlauf über den Paradeplatz und die Kunststraße zu den Kapuzinerplanken.

Während des Demonstrationszuges wurden unsere Forderungen durch Roland Schuster präsentiert:

➢ Förderung von sozialer Verteidigung
➢ Nicht Geflüchtete, sondern Kriege als Fluchtursache bekämpfen
➢ Auflösung aller Militärbündnisse in der Welt – Friedensbündnisse stärken
➢ Nein zur Erhöhung der Rüstungsausgaben
➢ Verhandeln statt schießen – weltweit Kriege beenden
➢ Umbau der Rüstungsindustrie für zivile sozial- und klimaverträgliche Produkte
➢ Ausgaben für Soziales, Bildung- und Gesundheit sowie Umwelt- und Klimaschutz erhöhen
➢ Faschismus den Boden entziehen
➢ Stopp aller Rüstungsexporte
➢ Verzicht auf nukleare Teilhabe – Atomwaffenverbotsvertrag durchsetzen
➢ Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung anerkennen und fördern
➢ Überführung der Coleman-Barracks in eine zivile Nutzung

Auf der Abschlusskundgebung auf den Kapuzinerplanken hielt Clemens Ronnefeldt eine Rede zu dem Thema Thema „Soziale Verteidigung als Alternative“. Der Ostermarsch wurde Musikalisch Begleitet durch die Lebenslaute Region Rhein/Neckar und die Songgruppe „trotz alle dem“.

Das diesjährige Frontbanner stand ganz unter dem Motto Gewaltfreiheit und Abrüstung, um für die Zukunft eine friedliche Welt zu schaffen. Mit diesem Banner möchten wir darauf aufmerksam machen, dass eine friedliche Welt möglich und nötig ist. Wir stehen hier auf dem Ostermarsch für Frieden und Menschlichkeit. Wir fordern keine Waffen für Kriege zu produzieren und zu liefern, denn Waffen gehören abgeschafft und vernichtet. Jeder Mensch hat das Recht haben in Frieden, Freiheit und Würde zu leben. Die Menschenrechte und unser Grundgesetz verpflichten uns solidarisch mit unseren Mitmenschen auf dieser Erde zu sein, das bedeutet auch Menschlichkeit und Gewaltfreiheit.

Am Ostermontag versammelten sich circa 40 Menschen an den Colemann Barracks für einen friedlichen Osterspaziergang, um für eine Schließung des Coleman-Areals zu demonstrieren und ein Ende der Nutzung des Geländes für Militärische Zwecke zu fordern. Bei der Kundgebung hielt Cyrus Mobasheri eine Rede zum Thema „Konversion – Klimaschutz“.

Die aktuelle Politik verschärft internationale Konflikte und militarisiert unsere Gesellschaft. Wir wenden uns gegen die innere Militarisierung in unserem Land. Wir müssen „friedensfähig“ werden – nicht „kriegstüchtig“.
Täglich hält der Tod reiche Ernte in zahllosen Kriegen. Kriege sind die größten Klimakiller. Die Politik der Bundesregierung ist gekennzeichnet von einer umfassenden Militarisierung, statt dazu beizutragen, die globalen Konflikte mit friedlichen Mitteln, mit der Förderung von sozialer Verteidigung und am Verhandlungstisch zu lösen. Es ist höchste Zeit für eine weltweite Friedenspolitik. Nur im Frieden und nur durch gemeinsame globale Anstrengungen sind soziale Entwicklung, Schutz von Klima und Natur und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen möglich.

Dafür setzen wir uns ein und tragen den Frieden auf die Straße.


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